Stundenlohn für deine Tätigkeit als Personal Trainer

Du arbeitest selbstständig als Personal Trainer oder möchtest dich als freiberuflicher Fitnesstrainer mit einem eigenen Fitnessstudio selbstständig machen? Oder möchtest du in Gesundheitseinrichtungen deine Dienste anbieten und weißt nicht, welchen Stundensatz du angeben sollst? Als Personal Trainer ist es empfehlenswert deine Trainingsstunde nicht unter 60 € anzubieten. Es gibt kein fixes Einstiegsgehalt für freiberufliche Personal Trainer, das sich als Orientierung heranziehen lässt. Berufseinsteiger setzen ihre Preise jedoch oft zu gering an, um ihre eigene Selbstständigkeit längerfristig finanzieren zu können.

Wieso sollte dein Stundensatz als Personal Trainer nicht unter 60 € liegen? Arbeitest du als freiberuflicher Fitnesstrainer dann darfst du dich nicht an einem Gehalt von einem Personal Trainer im Angestelltenverhältnis orientieren. Für deine Krankenversicherung als selbstständiger Personal Trainer musst du mit einem Beitrag von 20 % deines Einkommens rechnen.

Unterschied zu einem angestellten Personal Trainer

Hast du lange in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet, ist es oft schwer, die richtige Vorstellung davon zu bekommen, wo der Stundensatz für einen Personal Trainer liegen sollte. Nimmt man das Beispiel mit einem Durchschnittsgehalt von ca. 2.400 € brutto, dann macht das ein Nettogehalt von 1600 € aus. Im Schnitt ist das ein Stundenlohn von 10 € für eine 38-Stunden-Arbeitswoche.  Ein Stundensatz von 50 €, 60 € oder 80 € kommt dir dann wahrscheinlich ziemlich hoch vor.

Möchtest du als selbstständiger Personal Trainer aber das gleiche Honorar wie ein festangestellter Personal Trainer mit 13 Gehältern erreichen, dann musst du dieses anderes berechnen: Zu einem Jahresgehalt von 31.200 € musst du zusätzlich den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von etwa 20 % dazurechnen. Somit müsstest du eigentlich rund 37.440 € einnehmen.

So berechnest du den Stundensatz

In einem Arbeitsjahr stehen dir nach Abzug von Wochenenden und Feiertagen 222 Arbeitstage bevor. Gehst du davon aus, dass der angestellte Personal Trainer keinen Krankenstand oder Weiterbildungen in Anspruch nimmt, dann lässt sich ein Stundensatz von 168 € errechnen (Honorar/Anzahl der Arbeitstage) Das ergibt einen Stundensatz von 22€. Nicht jede deiner Arbeitsstunden als persönlicher Fitnesstrainer kann aber als lukrative Trainingsstunde gezählt werden. Zusätzliche Faktoren, die anfallen:

  1. Administrative Aufgaben: Neben deiner klassischen Trainertätigkeit musst du als Personal Trainer deinen Kundenstamm beständig ausbauen, Honorarnoten ausstellen, Buchhaltung durchführen und die kaufmännischen Aufgaben eines Geschäftsführers erledigen. Dafür wirst du im Schnitt rund 30 % deiner Arbeitszeit benötigen. So kommen wir auf einen Stundensatz von etwa 29 €.
  2. Geschäftskosten des Personaltrainers: In Ergänzung zu deiner eigenen Arbeitskraft fallen Kosten für Werbung, Büroausstattung und Ausstattung für das Fitnessstudio, Versicherung, Telekommunikation, Fortbildungen, Miete für Trainingsräume und sonstige betriebliche Ausgaben einberechnet werden. Diese Ausgaben sollten ebenfalls mit 30 % angesetzt werden. Daraus ergibt sich jetzt ein Stundensatz aus 38 €.
  3. Steuerliche Abgaben: Als Personal Trainer bietest du deine Dienstleistung an Endkunden an, das, heißt dass du Umsatzsteuer zahlen muss und diese in deinen Preis einbeziehen solltest. Als Unternehmer kannst du diese zwar bei Einkäufen, die du für deine Trainertätigkeit abziehen, musst diese aber in deinem Angebot anführen und tragen. Jetzt liegt der Stundensatz bereits bei 46 €.

Unternehmerisches Risiko im Honorar mitdenken

Damit du also deine anfallenden Kosten übernehmen kannst, muss die Gehaltsspanne eines selbstständigen Personal Trainers bei mindestens 46 € angesetzt sein. Um Gewinn zu machen, muss der Preis für deine Trainerstunde deutlich höher liegen. Bei dem zuvor angesprochenen Stundenlohn von mindestens 60 € liegt dein Gewinn nach Abzug der betrieblichen Ausgaben bei 14 € pro Trainerstunde.

Deine Altersvorsage, Ausfälle durch Krankenstände sowie eine knappe Auftragslage und einen damit geringeren Gewinn und natürlich deinen Lebensunterhalt trägst du selbst. Aus diesem Grund sollte dein Stundensatz nie unter 60 € liegen. Mit einer abgeschlossenen Personal Trainer Lizenz oder mit einem Abschluss in Sportwissenschaften erhöht sich dein Marktwert in der Fitnessbranche natürlich und du darfst für deine Leistung auch mehr verlangen.

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