Wanderer mit Wanderstöcken laufen auf Laub belegten Pfaden im Wald bergauf.
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Wanderstöcke: Ratgeber mit vielen Tipps!

Die richtige Technik beim Wandern

Viele fragen sich wahrscheinlich „was ist denn daran so schwer, jeder kann doch normal laufen“, jedoch sollte man darauf achten trittsicher, kräftesparend und ausdauernd zu wandern oder bergsteigen, damit man die mehrtägigen Trekking Touren meistern kann. Eine gute Gehtechnik muss man lernen und Wanderstöcke können unterstützen, die Kräfte auf langen Touren zu sparen und einzuteilen.

Beim Abstieg entlasten die Stöcke unsere Kniegelenke, indem man die Stöcke parallel vor dem Körper aufsetzt: Dabei kann es helfen, die Stöcke etwas länger einzustellen.
Beim Traversieren kann man die Stöcke abwechselnd gegengleich zu den Füßen aufsetzen und sollte darauf achten, die Hauptlast auf den bergnahen Stock zu legen. Dabei werden die Stöcke unterhalb des Griffes gefasst.
Beim Aufstieg helfen die Stöcke, um sich kraftvoll nach vorne-oben zu schieben. Dazu stellt man die Stöcke in kurzem Abstand vor dem Körper auf und drückt sich dann nach vorne/ oben.

Wanderstöcke, Skistöcke, Nordic Walking Stöcke – alles das Gleiche?

Diese Frage ist einfach zu beantworten: Nein!

Nordic Walking Stöcke, Ski Stöcke und Wanderstöcke sind heutzutage technisch hochentwickelte Sportgeräte. Jedes Produkt erfüllt genau die Voraussetzungen, die für den entsprechenden Sport wichtig sind. So haben Nordic Walking Stöcke ergonomisch andere Anforderungen als Ski- oder Wanderstöcke.

Wanderstöcke zeichnet aus, dass sie immer in der Länge verstellbar und oftmals auch klappbar sind. Sie haben einen verlängerten Griff, sodass der Stock auf zwei verschiedene Varianten gehalten werden kann und außerdem eine Handschlaufe, um den Stock an der Hand zu fixieren. Sie sind besonders leicht, damit man nicht unnötiges Gewicht mit sich tragen muss.

Unterschied Trekking, Wandern und Hiking

Wandern, Hiking, Trekking, Pilgern – alles Synonyme?

Bei allen Fortbewegungsmöglichkeiten ist man weitestgehend zu Fuß unterwegs. Hiking ist das englische Wort für Wandern. Beide Wörter bezeichnen die Erkundung von touristisch nicht oder nur wenig erschlossenen Regionen. Allgemein sind hiermit Tagestouren gemeint, die meist auf vorgezeichneten Wegen stattfinden. Das Ziel wird vorwiegend am selben Tag erreicht.

Beim Trekking hingegen geht man von einer mehrtägigen Tour oder sogar von Touren über mehrere Wochen oder Monate aus, die durch Gebiete führt, in denen es normalerweise keine Transportmittel gibt. Man übernachtet also auch entlang der Strecke und trägt sein Gepäck mit sich. Daher stellt Trekking eine deutlich größere Herausforderung dar als das Wandern.

Auch beim Pilgern ist man mehrere Tage unterwegs. Pilgern unterscheidet sich durch das Motiv vom Trekking, da man hier einen religiösen oder spirituellen Hintergrund verfolgt. Außerdem sind Pilgerpfade oft leichter zugänglich und gekennzeichnet.

Welche unterschiedlichen Wanderstöcke gibt es?

Die verschiedenen Wanderstöcke unterscheiden sich in Material, Gewicht, Komfort und Zubehör. Hier erhältst Du einen kurzen Überblick, was es zu beachten gibt. In unseren separaten Artikeln gehen wir noch intensiver auf ausgewählte Punkte ein und liefern weitreichendere Informationen, solltest Du eine genauere Beratung brauchen.

Wanderstöcke werden meist aus Aluminium, Carbon oder einer Mischung aus Carbon und Glasfaser hergestellt. Die Stöcke aus Aluminium sind preisgünstiger und zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität aus. Nachteilig gegenüber den Carbon Stöcken ist ihr Gewicht und das Schwungverhalten. Carbon Stöcke sind sehr leicht und unangenehme Schwingungen werden stark reduziert. Bei extremer Belastung besteht allerdings Bruchgefahr und sie sind deutlich teurer als Stöcke aus Aluminium.
Die Kombinationsmöglichkeit aus Glasfaser und Carbon nutzt die Leichtigkeit des Carbon-Materials und die Glasfaser bringt die nötige Steifigkeit mit. Zudem kann damit auch im Preis ein Mittelweg gefunden werden, für alle, die sich zwischen den beiden „Extremen“ nicht entscheiden können.

Unter Komfort versteht man die Unterschiede im Griffkomfort und der Verstellbarkeit der Stöcke. Die Griffe sind meist aus rutschfestem Kork oder isolierendem Schaum, sodass die Griffe fest in der Hand liegen und angenehm warm bleiben. Wanderstöcke sollten in ihrer Länge verstellbar sein, da es hilfreich sein kann, je nach An- oder Abstieg und Bodenbeschaffenheit die Stocklänge entsprechend anzupassen.

Zum Zubehör von Wanderstöcken gehören unterschiedliche Aufsätze, damit die Stöcke auf unterschiedlichen Bodenbelägen und auch bei unterschiedlicher Witterung verwendbar sind und zur Unterstützung dienen. Es sollten Trekkingteller und Schneeteller unbedingt mitgeliefert werden. Sonstige Besonderheiten bei Wanderstöcken kann ein „Anti-Schock-System“ sein, das harte Stöße abfedern soll. Das ist vor allem bei Stöcken aus Aluminium sinnvoll, da Carbon-Stöcke von Natur aus unangenehme Schwingungen reduzieren. Außerdem kann eine Falttechnik vorteilhaft sein, um die Stöcke bei Bedarf im Rucksack platzsparend verstauen zu können.

Wie lang müssen Deine Wanderstöcke sein?

Um von Deinen Stöcken maximal profitieren zu können, sollten sie perfekt auf Deine Körpergröße eingestellt werden. Beim Wandern kann das eine echte Herausforderung darstellen, da die optimale Länge von Deiner Anatomie, dem Streckenprofil und Deinen Schuhen abhängig sein kann.

Als Basislänge kannst Du dich an folgender Formel orientieren:

                Körpergröße x 0,68 = Stocklänge

Um die Länge noch individuell zu justieren, empfehlen wir Dir, dich mit Deinen Wander- oder Trekkingschuhen in der Hand auf einen ebenen Untergrund und die Stöcke mit ihrer Spitze in einem 90 Grad Winkel auf den Boden zu stellen. Wenn Du den Griff umschlossen hältst, sollten Deine Ellbogen nun einen 90 Grad Winkel haben, dann sind die Stöcke perfekt eingestellt.

Bitte beachte, dass es sinnvoll sein kann, bei einem Anstieg die Stöcke in ihrer Länge zu verkürzen und bei einem Abstieg zu verlängern!

Was ist bei Griffen und Handschlaufen zu beachten?

So unterschiedlich die Stöcke sind, genauso verschieden sind die Griffe und Handschlaufen. Die Griffe sind meist aus Kork, Kunststoff oder Schaumstoff. Im Vergleich am günstigsten sind die Stöcke mit Kunststoffgriffen. Diese sind unserer Meinung nach auch nicht empfehlenswert, da man bei Kunststoff vermehrt schwitzt, dadurch Blasen an den Händen entstehen können und die Griffe vergleichsweise auch schwerer sind.
Bei den Kork-Griffen hat man den Vorteil, dass sie von Natur aus wärmer und griffiger sind und den Schweiß besser aufnehmen.
Schaumstoffgriffe sind sehr angenehm, weich und leicht in der Hand. Insgesamt sind diese auch atmungsaktiver als Kunststoffgriffe und man hat dadurch trotz schwitzigen Händen guten Halt und rutscht nicht ab.

Die Handschlaufen sind wichtig, da sie nicht nur als Sicherung dienen, sondern auch die Handhaltung unterstützen und für eine optimale Kraftübertragung vom Arm an den Stock sorgen. Man sollte darauf achten, dass die Schlaufen weich sind und nicht einschneiden.

Auf die Spitze getrieben: welche Aufsätze gibt es für Wanderstöcke?

Wie bei den Unterschieden der Wanderstöcke bereits erwähnt, ist es sinnvoll unterschiedliche Aufsätze zu haben. Gerade Trekking- und Schneeteller sollten immer inklusive sein. Vor allem im Winter ist ein Schneeteller hilfreich, damit der Stock nicht so leicht im Schnee einsinken kann. Auch bei starkem Matsch kann der Schneeteller verwendet werden. Durch die größere Auflagefläche des Tellers wird der Stock zur sicheren Unterstützung.
Der Trekkingteller hat eine etwas kleinere Auflagefläche als der Schneeteller, dieser soll verhindern, dass der Stock im Geröll einsinkt oder in Spalten rutscht und eingeklemmt wird.
Zusätzlich zu diesen beiden Tellern kann ein Gummiaufsatz beim Trekking nützlich sein, um die harten Spitzen der Stöcke zu schonen und auf Asphalt einen besseren Halt und Antrieb zu gewährleisten.

Welche Kleidung solltest Du beim Wandern tragen - was gehört zur Grundausrüstung?

Abhängig von der Tour und Witterung gestaltet sich die Ausrüstung natürlich unterschiedlich. Wichtig beim Trekking ist allerdings immer auf ausreichend warme Kleidung und Wechselkleidung zu achten, da es durch die Anstrengung während des Laufens sehr warm, bei Pausen, abends oder nachts dann aber auch sehr kalt werden kann.
Regenhose, Regenjacke, Handschuhe und Wanderschuhe dürfen auf keiner Tour fehlen. Gerade bei mehrtägigen Touren empfehlen wir auch eine kleine Reiseapotheke mit Blasenpflaster, normalen Pflastern, Desinfektionsmittel, Zeckenzange und Schmerzmitteln. Ein Kompass, eine Karte oder ein Wanderführer ist ebenfalls sinnvoll, wenn man längere Zeit unterwegs ist.
Je nach Abenteuerlust packt man zusätzlich das eigene Zelt ein, Schlafsack, Heringe und Isomatte. Zur Verpflegung ausreichend Wasser, Feuerzeug, Campingkocher, Klappmesser und Nahrung. Natürlich darf die nötige Kosmetik wie Zahnbürste, Zahnpasta, Klopapier und Sonnencreme auch nicht fehlen.
Darüber hinaus empfehlen wir immer auch persönliche Dokumente (Personalausweis, Krankenversicherungskarte, EC-Karte) mitzuführen.
Damit Du die Trekking-Tour auch nach Jahren noch in deine Erinnerung zurückrufen kannst, empfiehlt es sich natürlich auch eine Kamera mitzunehmen und die wunderschöne Natur auch mit Fotos festzuhalten.

Welche Schuhe eignen sich fürs Wandern?

Die Auswahl des richtigen Schuhwerks ist meist eine sehr schwere Frage – Halbschuh oder Stiefel? – Weiche oder Feste Sohle? – Probieren geht über Studieren ist unsere Devise.
Man sollte sich in dem Schuh wohlfühlen, da man mehrere Stunden, Tage oder sogar Wochen darin verbringt. Wichtig ist auch, dass der Schuh nicht durchgelaufen ist. Beim Trekking ist darauf zu achten, eine Sohle zu haben, die auch bei spitzen Untergründen nicht reißt und das Gewicht des Rucksacks etwas abfedert. Außerdem ist eine gewisse Stabilität am Knöchel zu empfehlen, damit das Risiko des Umknickens minimiert werden kann.

Magazin - Wanderstöcke

Das Wort „Trekking“, oder auch „Trecking“, definiert laut Duden eine „mehrtägige Wanderung in einer kleineren Gruppe mit Führung durch oft unwegsames Gebiet im Hochgebirge“. Meist finden die Wanderungen unter Verzicht auf feste Unterkünfte und abseits jeglicher Infrastruktur statt. Dabei sind Naturschutzgebiete oder militärische Sperrgebiete strengstens zu beachten. Beim Trekking kann man sich auch mit einfachen muskelbetriebenen Fahrzeugen, wie einem Kanu oder Fahrrad fortbewegen. Reiseveranstalter solcher Trekking Erlebnisse setzen vor allem eine durchschnittliche Kondition, mentale Stärke und Motivation für Naturerlebnisse voraus.

Wanderstöcke können beim Wandern und Trekking sinnvoll sein, da sie dem Benutzer zusätzliche Stabilität und Unterstützung bieten können. Sie können dazu beitragen, den Druck auf die Gelenke zu verringern und die Balance zu verbessern, insbesondere auf unebenem oder abschüssigem Gelände. Wanderstöcke können auch dazu beitragen, die Belastung der Beinmuskulatur zu verringern und das Risiko von Verletzungen zu verringern. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass nicht jeder von Wanderstöcken profitieren wird und dass es Situationen geben kann, in denen sie hinderlich sein können. Es empfiehlt sich daher, vor dem Kauf von Wanderstöcken die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten sorgfältig abzuwägen.

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